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Intersolar 2015 oder was hat ein Tesla Model S mit dem Halleschen FC zu tun?

München ist immer eine Reise wert, umso mehr wenn man zur Intersolar fährt. Die weltgrößte Photovoltaik-Messe fand dieses Jahr vom 10.-12. Juni statt und für das Team von OCS Solar gehört der zweitägige Ausflug bereits zur guten Tradition. Übrigens – das darf man schon vorweg nehmen – war das bislang der mit Abstand spannendste!

Als absoluter Trend war schon im Vorfeld das Thema Speicher ausgemacht worden, mit denen Verbraucher eine stärkere Eigennutzung des selbst produzierten Stroms erreichen – und damit noch nachhaltiger ihre Stromrechnung reduzieren. In Deutschland decken bereits über 15.000 Haushalte einen Teil ihres Strombedarfs mit Hilfe von Photovoltaikanlage und Speicher – aufgrund der in den letzten Monaten sinkenden Speicherpreise mit stark steigender Tendenz. Die – ja auch nachträglich mögliche – Erweiterung einer PV-Anlage um einen Stromspeicher führt zu zusätzlichen Einsparungen von bis zu 30 Prozent! Damit wird es immer attraktiver, Energie aus der eigenen Solaranlage selbst zu nutzen.

Von vielen Ausstellern war zu hören, dass der erst kürzlich bekannt gewordene Einstieg des Elektroauto-Herstellers Tesla in die Produktion von Solarspeichern der Branche einen ordentlichen Schub geben dürfte. Denn was dessen Chef Musk so anpackt, das gelingt – zumindest meistens. So sind sich Autoexperten weitgehend einig, dass es momentan wohl kein besseres (und schöneres) E-Auto als den Tesla Model S gibt, mit einem Preis von 80.000 EUR aufwärts jedoch nicht gerade günstig.

Tesla S

Martin im Tesla

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tesla

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Kurze Zwischenbemerkung: Auch wenn unsere Jungs vom Tesla S wirklich seeehr angetan waren und BOSCH bereit steht: OCS-Firmenwagen wird das erst mal nicht. 😉 Und das Preisausschreiben für ein Wochenende mit dem Traumwagen hat leider auch jemand anders gewonnen…

Die jetzt von Tesla präsentierten Heimakkus haben eine Speicherkapazität von sieben und zehn Kilowattstunden. Das reicht, um einen Haushalt etwa einen Tag lang mit Strom zu versorgen. Man kann sich die ca. 100 Kilogramm schwere Batterie mit den schlanken Maßen von 130 x 86 x 18 Zentimeter einfach an die Wand hängen. Und da das Teil wirklich ausgesprochen schick ist, gehen die im Wohnzimmer glatt als Designobjekt durch. Apple lässt grüßen! Der wirkliche Knaller ist jedoch der Preis: Die Variante mit zehn Kilowattstunden soll nur 3.500 Dollar kosten, die mit sieben Kilowattstunden 3.000 Dollar (Leistung 3 Kilowatt in der Spitze). Zum Vergleich: In Deutschland kosten Akkus mit zehn Kilowattstunden Speicherkapazität rund 9.000 EUR – deren Leistung allerdings höher ist. Ab Sommer will Tesla die Akkus in den USA ausliefern, in Deutschland sollen sie ab dem 4. Quartal erhältlich sein. Und mit einem Preis von voraussichtlich rund 3.000 Euro bedeutet diese Batterie vermutlich so was wie eine Revolution für den Strommarkt. Denn jetzt kann sich jeder Besitzer einer Solaranlage auch abends und in der Nacht, wenn keine Sonne scheint, extrem günstig mit Strom versorgen. Der Preis für eine selbstproduzierte Kilowattstunde Solarstrom, die im Akku gespeichert wurde, dürfte damit wohl bei unter 20 Cent liegen. Strom aus der Steckdose kostet dagegen etwa 30 Cent. Die Energieversorger dürften künftig also deutlich weniger Strom verkaufen.

Tesla wird die Powerwall-Batterie als Stand-alone-Produkt verkaufen, die zunächst nur mit Wechselrichtern von Fronius und Solaredge kompatibel ist. Diese unterstützen einen direkten DC-Anschluss, so dass nur ein Wechselrichter für Solaranlage und Batterie benötigt wird. Weitere kompatible Wechselrichter soll es aber später geben.

Unser Fazit: Für Eigenheimbesitzer mit einer Solaranlage auf dem Dach ist es jetzt wohl keine Frage mehr, ob sie sich einen Akku kaufen – sondern nur noch wann.

Bis hierin erst einmal Teil 1 unseres Messerückblicks. Teil 2 folgt in der kommenden Woche und dann auch die Auflösung der eingangs gestellten Frage, was der Tesla Model S mit dem Halleschen FC zu tun hat. Versprochen!

 

Über Daniel Schumann